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Die Geschichte

Der Start ins Arbeitsleben misslingt häufig ebenso gründlich wie die richtige Wahl des Berufes und des dafür notwendigen Studiums. Zwei – willkürlich gewählte, aber aktuelle – Schlaglichter verdeutlichen das facettenreiche Dilemma:

Im Schnitt verlassen derzeit zum Beispiel in Hamburg zwölf Prozent aller Jugendlichen die Schulen ohne jeglichen Abschluss – bundesweit ein trauriger Rekord. In manchen Stadtteilen liegt die Quote sogar bei 30 und mehr Prozent.

Kaum weniger düster sieht die berufliche Zukunft derer aus, die das falsche Studium ergreifen und es schließlich abbrechen. Rund 25 Prozent das deutschen Studenten beenden ihre Hochschulzeit ohne Abschluss. Bei den Sprach- und Kulturwissenschaften sind es sogar 45 Prozent, bei den Wirtschaftswissenschaften 32 Prozent. Die Gründe für diese erschreckende Bilanz sind vielfältig und reichen vom einem überforderten Schulsystem über die falsche Selbsteinschätzung der Betroffenen bis hin zu einer eklatanten Desorientierung.

Die Tatsache, dass trotz – oder vielleicht gerade wegen – der immensen Informationsflut in Zeiten des Internet die jeweils richtigen Wege verborgen bleiben oder viel zu spät gefunden werden, haben die beiden Hamburger Arne Mussbach (56) und Bernd von Zech (54) am Beispiel einiger ihrer Kinder erleben müssen.

Aus den Irrungen und Wirrungen der Sprößlinge, die letztendlich doch ihren Weg fanden, zogen Mussbach und von Zech die Konsequenz und riefen jetzt das Orientierungsportal Zukunftsnavigator.de ins Leben. Dabei wurde ihnen schnell klar, dass ähnliche Fragen alle Altersgruppen betreffen und erweiterten deshalb das Portal.

In fast zehn Monaten trugen sie eine Linksammlung zusammen, die sich in einem wesentlichen Punkt auszeichnet: Im Gegensatz zu tradierten Suchmaschinen wie Google ist sie nach dem gesunden Menschenverstand komponiert und bewertet worden und hilft deshalb nach Meinung der Autoren schneller ans Ziel.

Zukunftsnavigator.de aber steht erst am Anfang: Besucher der Website sollen, wann immer sie können, selbst hilfreiche Links einfügen. Dass dafür die Seite von illegalen Inhalten gleich welcher Art freigehalten wird, ist unabdingbar. Mussbach: "Die regelmäßige Pflege der Seite schaffen wir allein mit Bordmitteln nicht und sind deshalb auf Sponsoren angewiesen. Zugleich garantieren wir aber die Unabhängigkeit von jeglichen kommerziellen und parteipolitischen Interessen."

sm / 25.9.07